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	<description>Blog von Tim Kuhnert</description>
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		<title>Life Drags On &#8211; Part II!</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 11:10:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>timkuhnert</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor zwei Wochen hatte ich nun meinen ersten Einsatz für Alpina Weiß und zwar in Wedding. Als ich dort am Samstagmorgen ankam, um meine Torwand aufzubauen, lachten mich schon die blondierten Haare und der Silikonbusen von Daniela Katzenberger von allen Seiten an, die gerade eine Werbekampagne für den Möbeldiscounter Poco Domäne macht. Streng nach dem Motto: Billig für billig. Da für den Tag mehr als dreißig Grad angesagt worden waren und mich noch gut an meine Sonnenbrände von der letzten Aktion von vor zwei Jahren erinnern konnte, hatte ich mir in weiser Voraussicht Sonnenmilch mit dem Lichtschutzfaktor 50+ gekauft und u.a. auch sehr satt in meinem Gesicht verteilt. So war ich auf jeden Fall gut vor der Sonne geschützt, musste mir allerdings daraufhin den ganzen Tag über Sprüche anhören wie: &#8216;Ach, kann man die Farbe auch im Gesicht auftragen?&#8217;<br />
Während meines Aufbaus wurden mir dann auch gleich zwei mit Sand gefüllte Farbeimer geklaut, die eigentlich dafür gedacht waren, die Torwand zu beschweren, damit sie durch die Schüsse nicht ständig verschoben wird. Nur schade, dass ich die Gesichter der Diebe nicht sehen kann, wenn sie zur anstehenden Renovierung zwei Eimer mit Sand vor sich stehen haben und ihnen klar wird, dass sie dreißig Kilo Sand nach Hause geschleppt haben. Ich wurde also gleich am Anfang wieder daran erinnert, dass ich mich im kriminellen Schmuddelbezirk Wedding befand. Dieser Eindruck wurde durch die ganzen zertretenen Zigarettenstummel vor den Mülleimern mit Aschbecheraufsatz auch noch verstärkt. Die Zeit verging dann relativ schnell, weil sich natürlich niemand entgehen lassen wollte, einen kleinen Eimer Farbe zu gewinnen oder sich zumindest einen Trostpreis in Form eines Wasserballs oder einen Magnetfahne zu ergattern. Trotz aller Abwechslung und Kurzweiligkeit, war es kein einfacher Job die Leute zu animieren, bei praller Hitze auf eine Torwand zu schießen und dabei immer wachsam zu sein, dass nicht wieder etwas von meiner Aktionsfläche geklaut wird. Zur Belohnung gab es wenigstens das ein oder andere enge Dekolltée zu sehen und mir wurde wieder klar, dass Frauen im Sommer schnell auf ihre drei Grundattribute reduziert werden. Aber auch andere Beobachtungen nahm ich mit Spannung war. Ob nun einen Afrikaner, der bei über dreißig Grad im Schatten demonstrativ mit Pudelmütze und dicker, geschlossener Daunenjacke einkaufen ging oder die fettleibigen Araber, die einen Obst- und Gemüsestand vor dem Baumarkt betreiben und in ihren Klappstühlen fletzend und Wasserpfeife rauchend ihre Verkäuferkollegen von den Nachbarständen herumkommandierten. Nachdem sie schon zwei Eimer Farbe im Wert von vierzig Euro bei mir gewonnen hatten, wollte jeder zusätzlich noch fünf Wasserbälle haben. Als ich daraufhin fragte, was sie mir dafür anbieten könnten, guckten sie mich völlig erstaunt an und boten mir nach kurzem Zögern drei Packungen ihrer alten, zermatschten und schon durch die Sonne gegorenen Erdbeerpackungen an, die sie schon den ganzen Tag als Angebot zusammen für zwei Euro verramschten. &#8216;Eine Hand wäscht die andere&#8217; sagte mit stolzer Brust daraufhin einer der beiden Gauner. Ich dachte dabei nur: &#8216;Also eigentlich wasche ich hier schon den ganzen Tag euren beiden Hände, während ihr mir dabei ins Gesicht furzt&#8217; und war dabei froh, bald wieder in Kreuzberg zu sein.<br />
Bei Apple bin ich beim Casting leider nicht weitergekommen. Anscheinend  war dann mein Nerdanteil doch nicht groß genug oder um es mit den Worten  von den Recruitern zu benennen &#8216;mein Apple spezifisches Wissen&#8217;. Trotzdem scheint bei mir die gröbste Talfahrt erst &#8216;mal vorüber zu sein. Inzwischen tun sich wieder neue Jobangebote auf, so dass ich zumindest bis Juli einen stetigen Verdienst haben werde. Es war auch an der Zeit, da mir in den letzten Wochen die Wände immer mehr entgegen kamen. Wochen, die eigentlich nur aus Supermarkteinkäufen und Besuchen im Fitnessstudio bestanden. Wenn man so viel Zeit zu Hause verbringt, fallen auch irgendwann die kleinen, täglichen Glücksmomente weg. Sei es nach mehreren Stunden Arbeit in die verdiente Mittagspause zu gehen oder nach einem langen Arbeitstag eine warme Dusche zu nehmen. Ein erfülltes Leben zu führen, ist dann in seiner Komplexität doch eigentlich sehr einfach. Im Endeffekt geht es nur um Überwindung und Belohnung und dafür das rechte Maß für beides zu finden.<br />
Ich habe jetzt also endlich wieder etwas Struktur in meinem Leben und spüre wie sich auch so langsam der Druck der ständigen Ungewissheit von meinen Schultern löst. Nicht nur, weil ich wieder weiß, wie ich in den kommenden Monaten meine Miete zahlen kann, sondern auch, weil ich jetzt wieder Pläne für meine weitere Albumproduktion machen kann. Ich gebe es nur ungern zu, aber so ganz ohne Geld, ist man in dieser Welt doch ziemlich aufgeschmissen.</p>
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		<title>Belief Patterns!</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 12:25:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>timkuhnert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit vielen Jahren ist es nun schon Tradition, dass ich mich mit meinen drei besten Freunden alle paar Wochen zum gemeinsamen Pasta- und Videoabend treffe. Zu Studentenzeiten fand das noch fast an jedem Sonntag in meiner alten Wohnung im Tegeler Weg statt. Auf meinem Klippan Sofa gequetscht guckten wir dann oft heruntergeladene Lowbrainer Komödien in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit vielen Jahren ist es nun schon Tradition, dass ich mich mit meinen drei besten Freunden alle paar Wochen zum gemeinsamen Pasta- und Videoabend treffe. Zu Studentenzeiten fand das noch fast an jedem Sonntag in meiner alten Wohnung im Tegeler Weg statt. Auf meinem Klippan Sofa gequetscht guckten wir dann oft heruntergeladene Lowbrainer Komödien in schlechter Synchronisation, während wir uns gierig über unsere überfüllten Spaghettiteller mit Tomatensoße hermachten. Unser damaliger Inbegriff von Glückseligkeit und ein schöner, gemeinsamer Moment, um den Alltag für ein paar Stunden zu vergessen. Die Treffen haben sich inzwischen in Filipe&#8217;s Wohnung verlagert und den 17-Zoll PC Monitor mit Stereoboxen hat ein Beamer mit einer 5.1 Anlage ersetzt. Der Ritus ist aber der gleiche geblieben. Nur dass wir uns jetzt, da wir alle älter geworden sind und geregelte Jobs haben, nicht mehr so häufig  sehen.<br />
Claude hatte sich diesmal zuvor die Mühe gemacht, unsere gemeinsamen Fotos der letzten zehn Jahren einzuscannen und nach Datum zu ordnen. Angefangen von Urlauben, Kurztrips, Parties und Geburtstagsfeiern war alles mit dabei. Ich habe es an dem Abend wieder bereut, in den vergangenen Jahren nicht auch mehr Bilder gemacht zu haben. Denn wie so oft ist es im Moment selber oft nervig, ein Foto zu machen, die Freude dafür aber später eine Erinnerung zu haben, umso größer. Trotz einer relativ geringen Ausbeute an Bildern, wurde ich an diesem Abend wieder daran erinnert, wie dunkel meine Jahre zwischen  fünfundzwanzig und dreißig waren. Jahre, die eigentlich nur von einer einseitigen Routine geprägt waren, da mein Leben eigentlich nur aus Promotionjobs, Fitnessstudiobesuchen und Videofilmen am Abend bestand. Die drei Dinge in meinem Leben, die mich über Jahre am Leben gehalten haben. Auch die ansonsten obligatorischen Sommerurlaube blieben in der Zeit aus. So kann ich mich rückblickend eher an die Kinofilme erinnern, die ich in der Zeit gesehen habe, als an Momente mit meinen Eltern und Freunden. Es war keine wirkliche coole Zeit. Vermutlich habe ich aus diesem Grund auch kaum Bilder gemacht, da ich mehr bemüht war, das Leben auszublenden, als es in schmerzlichen Erinnerungen festzuhalten.<br />
Ein prägendes Merkmal, welches damals symbolisch für mein absolutes Überfordertsein mit dem Leben stand und auch auf jedem Foto von uns festgehalten war, war mein damaliges Kleidungsmuster. Ich hatte mir irgendwann eingeredet, dass ich keine Jeans und Hemden mehr tragen kann und trug daraufhin über mehrere Jahre nur noch blaue Pluderhosen, weinrote T-Shirts und Pullis. Es ist auf jeden Fall heilsam, ab und zu in die Vergangenheit zurückzublicken und wenn es nur dazu dient, zu sehen wie man sich weiterentwickelt hat. Bei mir ist es eben u.a. die Erkenntnis, dass ich mit sechsunddreißig inzwischen in der Lage bin, drei Paar Jeans in verschiedenen Schnitten und von unterschiedlichen Herstellern in meinem Kleiderschrank hängen zu haben. Auch wenn ich bei der Auswahl meiner Hemden und T-Shirts immer noch ziemlich begrenzt bin.<br />
Sich nicht ständig mit anderen zu vergleichen, da jeder Mensch seinen eigenen, individuellen Weg zu gehen hat, ist eine Lektion, die ich auch erst sehr spät gelernt habe. Auf diese Weise  wird man schnell zum Sklaven seiner eigenen Unsicherheit und gewinnt außer einer ständigen Unzufriedenheit nicht viel. Das heißt nicht, dass man sich keine Ziele setzen und bestrebt sein sollte, Dinge, die einen stören, zu ändern. Aber das sollte in kleinen Schritten und ohne ständigen, innerlichen Druck passieren. Mit diesen Glaubenssätzen habe ich noch fast jeden Tag zu kämpfen. Ich rede mir dann oft ein, dass ich etwas erst erreichen oder mir gönnen kann, wenn ich bestimmte Bedingungen erfüllt habe, wie z.B. dass ich erst meine Bestimmung gefunden haben muss, um glücklich zu sein.<br />
Im Endeffekt bringen diese Glaubensmuster nichts weiter als Leid und lenken von der wahre Freude und Fülle, die das Leben jedem Menschen zu bieten hat, ab. Absurderweise wird dieser Stress auch nur von einem selbst geschaffen und existiert einzig und allein im eigenen Kopf. Es bleibt also ein selbst erschaffenes Leiden, weil man überzogene Erwartungen an sich und auch an seine Mitmenschen stellt, die nicht erfüllt werden können. Diese Haltung kann dann schnell zu Enttäuschungen, Frust bis hin zu Depressionen führen und dazu, dass viele Menschen sich dem Leben verweigern. So wie ich es auch über sehr viele Jahre getan habe. Ich lerne also immer mehr, dass es viel wichtiger ist, das Leben so zu nehmen wie es kommt und jeden Moment bewusst wahrzunehmen. Denn letzten Endes hat alles, was einem erfährt, einen Sinn. Auch wenn wir dieses oft erst viel später erkennen.</p>
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		<title>At The Multiplex!</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 14:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>timkuhnert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Leere in meinem Leben gerade hält weiter an. Der Februar und der März waren noch nie die großen Monate für Promotion, doch dieses Jahr sind die Jobangebote schon sehr mager. Zumal ich auch keine Aussicht auf einen längerfristigen Einsatz habe und dadurch auch nicht wirklich entspannen kann. Meine Tage sind daher vor allem durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Leere in meinem Leben gerade hält weiter an. Der Februar und der März waren noch nie die großen Monate für Promotion, doch dieses Jahr sind die Jobangebote schon sehr mager. Zumal ich auch keine Aussicht auf einen längerfristigen Einsatz habe und dadurch auch nicht wirklich entspannen kann. Meine Tage sind daher vor allem durch Besuche im Fitnessstudio bestimmt, die mir so wenigstens eine gewisse Struktur geben und mich davor bewahren, in ein großes, schwarzes Loch zu fallen. Es ist eine gute Erfahrung, da ich jetzt immer mehr den Großteil der Menschen verstehe, dessen Ziel im Leben es oft ist, einen möglichst sicheren und gut bezahlten Job zu finden. Einen Ansatz, den ich nie hatte, da es mir immer wichtig war, mich als Künstler zu verwirklichen und etwas Kreatives zu schaffen und nicht nur nach einer finanziellen Absicherung zu streben.<br />
Ich kämpfe daher gerade jeden Tag mit meiner sozialen Isolation, die jetzt durch die fehlende Regelmäßigkeit einer Arbeit und die Tatsache, dass ich dadurch auch immer weniger Geld auf dem Konto habe, noch verstärkt wird. Am frustrierendsten ist es aber, dass ich in der ganzen freien Zeit nicht einen neuen Song geschrieben habe. Nicht einmal ansatzweise. Auch wieder ein Beweis dafür, dass die Fertigstellung meines Albums immer mehr den Abschluss eines lang gehegten Traums darstellt, als den Beginn einer neuen, beruflichen Richtung.<br />
Der Drache lässt den Hasen also am Anfang des Jahres doch ganz schön strampeln und so hangele ich mich zur Zeit von einem sporadischen Job zum nächsten, um wenigstens meine Miete zahlen zu können. Diese Woche z.B. habe ich für eine Agentur Kinotrailerchecks durchgeführt, d.h. ich bekomme einen Film und eine Vorstellung in einem bestimmten Kino genannt und muss dann dort die Trailer, die vor dem Film laufen und die Reaktion des Publikums darauf, notieren. Für einen Filmfreak wie mich also ein ziemlich cooler Job, Geld dafür zu bekommen, ins Kino zu gehen und nicht einmal für die Karte zu zahlen. Ich war daher am Karfreitag mit einem Freund im Cinemaxx am Potsdamer Platz, um dort den zur Zeit extrem gehypten Teenagerfilm &#8216;Die Tribute von Panem&#8217; zu sehen. Zum Glück hatte ich in weiser Voraussicht vorher zwei Karten bestellt, da, als wir dort ankamen, der Eingangsbereich des Kinos gerammelt voll war. Insgesamt waren sieben Kassen geöffnet, vor denen jeweils dreißig bis vierzig Menschen standen. Wir waren also anscheinend nicht die einzigen, die auf die Idee gekommen waren, an einem kalten, regnerischen Osterfeiertag ins Kino zu gehen. Die Kinobetreiber hatten natürlich ihre Chance auf einen kräftigen Reibach gewittert und so mussten wir nicht nur stolze zehn Euro für ein Ticket abdrücken, sondern waren danach auch noch einem dreißigminütigen Werbeblock und während des Films einer zwanzigminütigen Pause ausgeliefert. Die Kinotrailer hielten sich wie sie oft in ihrer Begeisterungsfähigkeit in Grenzen. Ob nun der Trailer des romantischen Films &#8216;The Lucky One&#8217;, der einem die komplette Handlung des Films verriet oder auch die Vorschau zum Film &#8216;Das Hochzeitsvideo&#8217;. Eine weitere steife, deutsche Komödie und anscheinend auch noch ein schlechter Abklatsch des amerikanischen und kommerziell sehr erfolgreichen Films &#8216;The Hangover&#8217;.<br />
Der Hauptfilm selber war auch nicht besonders spannend und erinnerte in seiner einfachen Machart und langweiligen Dramaturgie an einen Kinderfernsehfilm aus den achtziger Jahren. Wenigstens hatten wir aber gute Plätze und erstaunlich viel Beinfreiheit vor unseren Sitzen. Nur dass neben mir ein manisch Popcorn mampfender und laut Cola schlürfender Mann saß, der zu allem Übel auch noch seine dicken Beine verschränkt hatte und mir so in seiner Nervosität regelmäßig an mein rechtes Knie stieß. Ich wusste also an dem Abend nicht was schlimmer war: die nervigen Essgeräusche meines Sitznachbarn oder die vorhersehbare Geschichte des Films. Wir waren beide auf jeden Fall sichtlich erleichtert, als wir den Kinosaal verlassen durften und mir wurde wieder klar, warum ich Wochenendabendvorstellungen in Multiplexkinos in den vergangenen Jahren bewusst gemieden hatte.</p>
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		<title>Coming Down Again!</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 10:25:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>timkuhnert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Inzwischen bin ich in der dritten Runde des Apple Castings angelangt. Man sieht mich für eine Position des Experts vor, quasi der Fachverkäufer für alle Apple Produkte, der jedem Kunden das passende Produkt anbieten kann. Je länger ich über einen festen Job bei Apple nachdenke, desto mehr habe ich das Gefühl, vielleicht doch nach fünfzehn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Inzwischen bin ich in der dritten Runde des Apple Castings angelangt. Man sieht mich für eine Position des Experts vor, quasi der Fachverkäufer für alle Apple Produkte, der jedem Kunden das passende Produkt anbieten kann. Je länger ich über einen festen Job bei Apple nachdenke, desto mehr habe ich das Gefühl, vielleicht doch nach fünfzehn Jahren des langen Suchens einen Platz in der Welt gefunden zu haben. Zumindest für ein längerfristiges Arbeitsverhältnis. Denn das quartalsweise Hangeln von einem Auftrag zum nächsten kann doch ziemlich nervig sein. Zumal mir die Vorstellung, als Verkäufer für eines der zur Zeit größten und expandierendsten Unternehmen der Welt zu arbeiten immer mehr gefällt. Da ich im Flagshipstore in der City arbeiten würde, hätte ich voraussichtlich vorwiegend mit Touristen zu tun, so dass ich auch meine Fremdsprachenkenntnisse anbringen könnte und endlich auch &#8216;mal wieder  intellektuell gefordert wäre. Etwas, das in den letzten Jahren Media-Saturn &#8216;Laufrad&#8217; auf jeden Fall zu kurz gekommen ist.<br />
Da ich allerdings noch keine feste Zusage habe und Apple sich ziemlich bedeckt hält, wann der erste offizielle Store Berlins eröffnet wird, bin ich weiterhin auf Jobsuche.<br />
Meine Ebaygeschäfte haben auch schon &#8216;mal bessere Zeiten erlebt und jetzt, da ich auch meine Lebensversicherung gekündigt habe, um meine Albumproduktion am Laufen zu halten, lebe ich gerade &#8216;mal wieder an der Dispogrenze, was kein so prickelndes Gefühl ist. Aus der Finanznot heraus habe ich daher spontan zugesagt, dieses Jahr wieder für die Alpina Road Show unterwegs zu sein oder um es weniger cool zu formulieren, wieder auf abgelegenen Berliner Baumärkten Kinder zu animieren, auf eine Torwand zu schießen, um billige Plüschkatzen aus China zu gewinnen. Nach dem Motto: Gemacht von Kindern für Kinder.<br />
Die Schulung dazu fand gestern in einem Vorort von Braunschweig statt, wo auch der Sitz der Agentur ist, die diese Aktion nun schon seit sechs Jahren durchführt. Die Schulung war kurzweilig und das Essen extrem lecker und nach den faden Speisen im Airport Hotel bei der Fuji Schulung in Leipzig letzte Woche eine wahre Offenbarung. Es gab wieder den Standardvortrag von einem Mitarbeiter Alpinas, der stolz sein Unternehmen vorstellte, das nun schon in fünfter Generation seit über hundert Jahren Wandfarbe herstellt und Marktführer in Europa ist. Danach gab es noch ein kurze Einweisung von Seiten der Agentur. Wie so oft bei Schulungen sind für mich nicht die Inhalte spannend, sondern vielmehr die Gespräche mit den anderen Promotoren und Mitarbeitern der Agentur. So erzählte mir ein Auszubildender der Agentur, dass er mit Überstunden fünf Tage die Woche arbeitet und dafür nur vierhundertdreißig Euro im Monat verdient. Das hat mit dem Sprichwort &#8216;Lehrjahre sind keine Herrenjahre&#8217; wohl nicht mehr viel zu tun, sondern eher mit moderner Ausbeutung. Er meinte, dass das schon eine enorme Steigerung ist, da er bei seinem Praktikum in einer Bank nur einhundertfünfzig Euro im Monat bekommen hatte. Wenn ich mir überlege, dass Herr Ackermann als Geschäftsführer der Deutschen Bank für das letzte Jahr neun Millionen Euro erhalten hat, steht das in keiner Relation. Ich halte ich es sowieso für völlig überzogen einem Menschen mehr als eine Million Euro Gehalt pro Jahr zu zahlen. Denn niemand kann trotz langen Studiums und überdurchschnittlicher Begabung oder Intelligenz eine Qualifizierung erlangen, die es ihm erlaubt, das hundertfache von dem zu verdienen, was der Durchschnitt der Bevölkerung bekommt. Ganz egal, welche Profession er ausübt. Wahrscheinlich wissen viele auch, dass sie soviel Geld eigentlich gar nicht wirklich verdienen, so spenden z.B. bekannte Hollywood Schauspieler regelmäßig größere Summen für humanitäre und karitative Einrichtungen. Was auch lobenswert ist, aber sicher nicht nur mit Altruismus und Nächstenliebe zu tun hat, sondern auch mit Steuerabschreibungen und dem Bewusstsein, dass es übertrieben ist, für drei Monate Dreharbeiten fünfundzwanzig Millionen Dollar zu bekommen.<br />
Nachdem ich also im Februar noch davon geträumt habe, bald von den Tantiemen meiner Songs leben zu können, stehe ich nun bald wieder für einen Tagessatz von hundert Euro auf den Parkplätzen von Baumärkten und schieße, wenn wenig los ist, gelangweilt mit Gummibällen auf eine Torwand. Anscheinend das Los eines Künstlers, der sich nur schwer in die Gesellschaft integrieren kann oder aber auch eines faulen Hasen, der das Leben sehr lange aufgeschoben hat und nun so langsam erwachsen wird.</p>
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		<title>Information Travels Faster &#8230;!</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 09:24:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>timkuhnert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die letzten drei Wochen des Februar waren nicht gerade von viel Spannung geprägt und bestanden vielmehr aus Jobbewerbungen. Jetzt, da ich nun endlich die noch ausstehenden Rechnungen meines Produzenten und Mixers zahlen konnte, ist nicht nur mein Konto gerade mit gähnender Leere gefüllt, sondern auch meine Tage.
Am letzten Wochenende hatte ich einen Job auf der ITB. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzten drei Wochen des Februar waren nicht gerade von viel Spannung geprägt und bestanden vielmehr aus Jobbewerbungen. Jetzt, da ich nun endlich die noch ausstehenden Rechnungen meines Produzenten und Mixers zahlen konnte, ist nicht nur mein Konto gerade mit gähnender Leere gefüllt, sondern auch meine Tage.<br />
Am letzten Wochenende hatte ich einen Job auf der ITB. Eine klassische Gewinnspielakquise für die karibische Insel Curacao. Zu gewinnen gab es drei Urlaube für jeweils zwei Personen, eine Woche Hotel inklusive Flug. Die Gewinner wurden dann auch gleich vor Ort gezogen, was schön war, zu sehen, da sie sichtlich überrascht und überwältigt waren. Gerade weil das Gewinnspiel so kurzfristig angesetzt war und die Auslosung schon nach fünf Stunden stattfand. Mein Aufgabe war es mit einer Teamkollegin durch die Messehallen zu laufen und Leute auf die Verlosung aufmerksam zu machen. Dazu boten wir an, ihnen mit einem blauen Stift ein Zeichen auf die Wange zu malen und davon ein Polaroidfoto zu machen, welches dann am Stand von Curacao aufgehängt wurde. Obwohl ich eine sehr sympathische Teamkollegin an meiner Seite hatte und der Job recht kurzweilig war, wurde mir wieder bewusst, dass ich inzwischen einfach zu alt bin, quasi als Schlumpf in einem Teenager T-Shirt und mit blauer Schminke bemalt, Gewinnspiele zu bewerben. Dieser Spaßzug ist also inzwischen auch abgefahren.<br />
In Zukunft mein Geld hauptberuflich mit meiner Musik zu verdienen, ist eine Illusion von der ich mich mehr und mehr löse. Daher bin ich jetzt nicht mehr so erpicht, möglichst viel Freiraum für meine musisches Schaffen zu haben, sondern viel mehr daran interessiert, endlich einen festen und gut bezahlten Job zu haben. Eine Entscheidung, für die ich vor einem Jahr noch nicht offen gewesen wäre.<br />
Aber wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich bekanntlicherweise eine neue. So hat sich vor zwei Wochen Apple auf meine Bewerbung für eine Stelle als kreativer Berater im ersten Berliner Flagshipstore bei mir gemeldet. Bis jetzt hatte ich ein Telefoncasting und ein Gruppencasting, das gestern am Kudamm stattfand. Wir waren zwölf Leute und die erste von insgesamt acht Gruppen. Anfangs gab es eine ausführliche Vorstellungsrunde, bei der jeder vor allen anderen etwas über sich und seinen bisherigen Lebenslauf erzählen sollte. Danach stellten die Mitarbeiter von Apple anhand einer Präsentation das Konzept und die Philosophie der weltweiten Apple Stores vor und abschließend folgten Gruppenspiele, in denen verschiedene Verkaufsszenarien durchgespielt wurden. Ich denke, ich habe mich ganz wacker geschlagen, obwohl frei sprechen vor größeren Gruppen nicht gerade zu meinen Stärken gehört. Dafür ist dann anscheinend doch mein introvertierter Anteil zu groß. Vielleicht ist es aber auch meine Sensibilität, da die Stimmung im Raum ziemlich angespannt war und die Reaktionen der Teilnehmer nicht gerade locker. Was verständlich ist, da natürlich jeder mit sich beschäftigt und bemüht war, einen guten Eindruck zu hinterlassen.<br />
Ansonsten sind meine Tage weiterhin gefüllt mit einer schleppenden Routine. An meinem Album kann ich erst wieder weiterarbeiten, wenn ich Geld auf meinem Konto habe und dazu brauche ich wiederum einen Job, der allerdings erst im April anfängt. Ich habe mich dieses Jahr wieder für die &#8216;Alpina Weiß&#8217; Torwand Promotion beworben. Eine willkomene Abwechslung zu meinen drögen Media-Saturn Job, der gerade bei schönem Wetter immer eine große Überwindung darstellt und auf längere Sicht sicherlich auch eine weitere Motivation, endlich eine zu meinen Qualifikationen passende Arbeit zu finden.<br />
Zur Zeit überkommt mich oft das Gefühl, dass auf einer Seite, die Zeit rennt, weil sich meine ganzen Pläne nur langsam verwirklichen lassen und dann wiederum sich unendlich zieht, da ich immer mehr die ernüchternde Routine des Alltags spüre. Ein weiterer Punkt ist sicherlich auch, dass wir in einer Zeit der digitalen Kommunikation leben, die uns immer mehr Zeit schenkt, die ich allerdings aufgrund meiner Bequemlichkeit nur selten in der Lage bin, konstruktiv zu nutzen. Ob es nun die E-Mail oder SMS ist, die schon lange den Brief oder Anruf abgelöst haben oder der Einkauf bei Amazon und Ebay, der es einem mittlerweile erspart, auf stundenlange und auch oft frustrierende Einkaufstouren zu gehen. Selbst der abendliche Gang zur Videothek ist schon lange durch das Streamen oder Herunterladen von Filmen und TV-Serien im Internet ersetzt worden. Ich denke dann oft die Songzeile eines meiner Lieblingssongs von Death Cab For Cutie: &#8216;Information travels faster in the modern age as our days are crawling by so slowly.&#8217;</p>
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		<title>All About The Benjamins &#8211; Part V!</title>
		<link>http://www.leavingthecomfortzone.com/2012/02/26/all-about-the-benjamins-part-v/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 17:40:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>timkuhnert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitgeist]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier ein paar Fakten zur amerikanischen Zentralbank (Federal Reserve)
1. Die Federal Reserve ist keine staatliche Institution, sondern ein privates Bankenkartell, dessen Teilhaber sich bis ins Ausland erstrecken.
2. Das Federal Reserve System ist eine nie endende Schuldenmaschine.
Wann immer die amerikanische Regierung neues Geld braucht, bekommt sie dieses in Form von neuen Banknoten und gibt im Gegenzug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ein paar Fakten zur amerikanischen Zentralbank (Federal Reserve)</p>
<p>1. Die Federal Reserve ist keine staatliche Institution, sondern ein privates Bankenkartell, dessen Teilhaber sich bis ins Ausland erstrecken.</p>
<p>2. Das Federal Reserve System ist eine nie endende Schuldenmaschine.<br />
Wann immer die amerikanische Regierung neues Geld braucht, bekommt sie dieses in Form von neuen Banknoten und gibt im Gegenzug der Federal Reserve staatliche Schuldverschreibungen. Das passiert meistens nur elektronisch. Die Banknoten, die die Federal Reserve herausgibt werden ohne irgendeinen Gegenwert kreiert, sondern besitzen nur den Wert des Papiers auf dem sie gedruckt werden. Solange die Federal Reserve existiert, werden die Schulden der amerikanischen Regierung also immer steigen. Allein in 2011 zahlte die amerikanischen Regierung 454 Milliarden Dollar Zinsen auf die bestehenden Staatsschulden. 1914 lagen die Staatsschulden bei 2,9 Mrd. Dollar. Heute sind sie 5000mal größer.</p>
<p>3. Die Federal Reserve hat seit ihrem Bestehen mehr als 96% des Dollarwerts zerstört.</p>
<p>4. Die Federal Reserve kann ohne jegliche Haftung Rettungspakete an Banken vergeben. Allein zwischen 2007 und 2010 wurden geheime Kredite im Wert von 16,1 Billionen Dollar herausgegeben.</p>
<p>5. Die Federal Reserve bezahlt Banken indirekt dafür, kein Geld zu verleihen.<br />
2008 wurde ein Gesetz verabschiedet, dass es der Federal Reserve erlaubt, Geld, das Banken bei ihr anlegen, hoch zu verzinsen. Dadurch sind die von den Banken hinterlegten Summen, sogenannten Überschussreserven, in den letzten drei Jahren von Null auf 1,5 Billionen Dollar gestiegen. Das hat zur Folge, dass immer weniger Kredite im Geschäftskundenbereich herausgegeben werden, da diese immer mit einem höheren Risiko verbunden sind.<br />
Ein anderes Beispiel für die Solidarität der großen Banken untereinander ist, dass die Federal Reserve riesige Summen von fast zinslosen Beträgen an die Wall Street Banken verleiht und diese dann damit Staatsschulden aufkaufen, da deren Rendite sehr hoch ist und so leicht und mit wenig Risiko einen hohen Profit machen.</p>
<p>6. Da die Federal Reserve als zentrale Autorität Zinsraten diktieren kann, kreiert sie künstliche Wirtschaftsblasen, die große Schäden anrichten. Als jüngstes Beispiel dafür kann man die gigantische Immobilienblase sehen, die in den letzten Jahren Millionen amerikanischer Haushalte in die Armut getrieben hat.</p>
<p>7. Die Federal Reserve wird von den großen Wall Street Banken dominiert.</p>
<p>8. Es ist kein Zufall, dass parallel zur Gründung der Federal Reserve die Einkommenssteuer eingeführt wurde, welche eigentlich nur dazu dient, die durch das Zentralbanksystem generierten Staatsschulden zu tilgen.</p>
<p>9. Der derzeitige Vorsitzende der Federal Reserve Ben Bernanke strotzt vor Inkompetenz und ist neben dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama auch nur eine weitere Marionette des Bankenkartells. Hier einige seiner Aussagen, die sich später als falsch herausgestellt haben: <span style="color: #000000;"><a href="http://theeconomiccollapseblog.com/archives/say-what-30-ben-bernanke-quotes-that-are-so-stupid-that-you-wont-know-whether-to-laugh-or-cry"><span style="color: #000000;">http://theeconomiccollapseblog.com/archives/say-what-30-ben-bernanke-quotes-that-are-so-stupid-that-you-wont-know-whether-to-laugh-or-cry</span></a></span></p>
<p>10. Die Federal Reserve ist viel zu mächtig geworden. Es ist die undemokratischste Institution Amerikas und wird schon lange als vierte Gewalt gesehen.  Sie beherrscht die amerikanische Wirtschaft, ist der amerikanischen Bevölkerung aber keine Rechenschafft schuldig. Das Volk hat keinen Einfluss auf die Wahl der Führungskräfte der Federal Reserve. Diese bestimmt allein der amerikanische Präsident, der aber wiederum keine wirkliche Handlungsfreiheit hat, da er von den Wall Street Banken abhängig ist, die seinen nächsten Wahlkampf finanzieren.<br />
Im Endeffekt ist die Federal Reserve sogar verfassungswidrig, da Artikel I, Abschnitt 8 der amerikanischen Konstitution besagt, dass der U.S. Kongress die Verantwortung hat: &#8216;Münzen zu pressen, deren Wert und den Wert ausländischer Münzen zu regulieren und den Standard von Gewichten und Maßen festzulegen.&#8217;</p>
<p>Einen totalen Zusammenbruch der amerikanischen Wirtschaft und deren Währungssystem kann man also nur abwenden, wenn man die amerikanische Zentralbank abschafft und wenn an deren Stelle dann das amerikanische Schatzamt das Geld herausgibt und die freie Wirtschaft die Zinsraten festlegt.</p>
<p>(Quelle: Michael Snyder – Federal Reserve: 10 things every American should know about the Fed)</p>
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		<title>All About The Benjamins &#8211; Part IV!</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 08:52:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>timkuhnert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich kann ich mir also gut vorstellen, dass die von den Maya prophezeite Bewusstseinsveränderung der Menschen zur Wintersonnenwende in diesem Jahr auch etwas mit dem kommenden Wertezerfall der westlichen Welt zu tun hat. Denn das Einzige was das Finanzwesen am Laufen hält, ist der Glaube der Menschen ans Geld und dessen scheinbar unzerstörbaren Wert. Nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann ich mir also gut vorstellen, dass die von den Maya prophezeite Bewusstseinsveränderung der Menschen zur Wintersonnenwende in diesem Jahr auch etwas mit dem kommenden Wertezerfall der westlichen Welt zu tun hat. Denn das Einzige was das Finanzwesen am Laufen hält, ist der Glaube der Menschen ans Geld und dessen scheinbar unzerstörbaren Wert. Nur dieser Glaube schwindet so langsam. Bücher über die unabwendbare, globale Finanzkrise und Ratgeber über Selbstversorgung stehen auf den Bestsellerlisten. Viele Menschen kündigen ihre Lebensversicherungen, heben ihr Erspartes ab und tauschen dieses in Gold oder Silber ein. Auch das Vertrauen in ein Sparkonto ist nicht mehr vorhanden. So haben viele nur noch das Geld für die anstehende Miete auf ihrem Konto und vertrauen ansonsten lieber ihrem heimischen Sparschwein, das endlich wieder einen Grund hat zu grinsen. Für mich ist es mittlerweile auch nicht mehr so unrealistisch, darüber nachzudenken, wenigstens ein paar Lebensmittelreserven für die Übergangszeit der kommenden Währungsreform zu Hause zu haben und mein Geld jetzt lieber in ein paar Luxusgüter wie einen neuen Computer oder Fernseher zu investieren, als es komplett den Banken zu überlassen. Denn selbst diese fühlen sich langsam im Zugzwang und versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Meine Mutter wollte Anfang des Jahres Geld aus ihrem ‘offenen’ Immobilienfond abheben und wurde dann darüber informiert, dass dieser erst ‘mal auf unbestimmte Zeit geschlossen wurde. Dreist war nicht nur die Tatsache, dass man ihr im vorab nicht Bescheid gesagt hatte, sondern auch noch erklärte, dass es nur zu ihrem Schutz ist. Mit dem Zusatz, dass sie wahrscheinlich Mitte des Jahres kurzfristig über ihr Geld verfügen kann, man ihr aber nicht versichern kann, dass ihr Geld dann noch vollständig da sein wird. Ich selber habe nun nach sieben Jahren Laufzeit meine fondgebundene Lebensversicherung gekündigt und bekomme nur fünfzig Prozent von meinen einbezahlten Beträgen ausbezahlt. Als ich daraufhin meinen Makler fragte, warum ich so einen großen Verlust mache, erklärte er mir, dass diese Art der Rentenversicherung erst nach sieben Jahren voll greift, da vorher noch die Kosten der Versicherung getilgt werden müssen. Komischerweise hatte er mir das schon vor sieben Jahren erklärt, nur dass es da nur drei Jahre waren, in denen das Geld noch nicht komplett investiert wird. Als ich ihn noch fragte, wie lange ich die Versicherung laufen lassen muss, um wenigstens meine kompletten eingezahlten Beträge erstattet zu bekommen, meinte er von jetzt an mindestens zehn Jahre. Mit anderen Worten würde ich durch meine Investition in den weltweit fünftgrößten Aktienfond nach zwanzig Jahren Laufzeit genau so viel Geld bekommen, als ob ich es für den gleichen Zeitraum monatlich in meine Sparsocke gestopft hätte. Ich war nur froh, dass ich meine Lebensversicherung nicht schon nach zwei Jahren gekündigt hatte, dann hätte ich wohlmöglich noch Geld zahlen müssen, um diese zu beenden. Sein Satz ‘Danach arbeitet dein Geld aber richtig und du bekommst eine hohe Ausschüttung!’ ging so ziemlich an mir vorbei und mir war klar, dass ich die richtige Entscheidung gefällt hatte. Ich war mir nur nicht so sicher, ob er den Schwachsinn, den er mir da gerade erzählte, selber glaubte oder ob ich vor sieben Jahren in dem ganzen Riesterrentenwahnsinn einem Bauerfänger mit großen, bunten Grafiken zum Opfer gefallen war.</p>
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		<title>All About The Benjamins &#8211; Part III!</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 04:59:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>timkuhnert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Europa sieht es nicht viel besser aus. Die Rolle der europäischen Zentralbank ist zwar etwas nebulöser als die der amerikanischen und man weiß nicht genau wie in Europa das Verhältnis zwischen dem gedruckten Geld und den Gegenwerten ist. Nur eines ist klar: Der Euro ist schon seit Jahren in der Krise und eigentlich nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Europa sieht es nicht viel besser aus. Die Rolle der europäischen Zentralbank ist zwar etwas nebulöser als die der amerikanischen und man weiß nicht genau wie in Europa das Verhältnis zwischen dem gedruckten Geld und den Gegenwerten ist. Nur eines ist klar: Der Euro ist schon seit Jahren in der Krise und eigentlich nicht mehr tragbar. In Irland liegt die Pro-Kopf Verschuldung bei siebenhunderttausend Euro. Dort ist nach der geplatzten Immobilienblase die totale Bankenkrise nur abgewendet worden, weil in letzter Minute der Staat die Bürgschaft der Banken übernommen hat. Griechenland ist pleite. Das gleiche gilt für Spanien, Portugal und Italien. Auch wirtschaftlich starke Länder wie Belgien, Österreich und Frankreich werden in ihren Bonitätsnoten weiterhin heruntergestuft, so dass eigentlich nur noch Deutschland, Holland und Finnland den &#8216;Triple A&#8217; Status inne halten, von denen allerdings aufgrund seiner Größe nur Deutschland den Hauptteil der Kosten für die Rettungsschirme trägt. Der Leidtragende dafür ist und bleibt wieder der deutsche Sparer, der dadurch mehrfach belastet ist.<br />
Zum einen musste er zur Stärkung der Exportwirtschaft die geringsten Lohnsteigerungen in der EU hinnehmen. Zum anderen wurden seine Ersparnisse von über eintausend Milliarden Euro von den Banken und Versicherungen in den südlichen EU-Ländern investiert, die damit sich ihre Löhne kräftig erhöhten und einen entsprechenden Konsum gönnten, u.a. auch durch Immobilienkäufe. Jetzt, wo klar wird, dass dieses Gelder zum großen Teil verloren sind, muss er als Steuerzahler und seine Kinder über mehrere Generationen die Kreditausfälle der Banken und Versicherungen aus zukünftigen, erst noch zu verdienenden Steuern garantieren bzw. ersetzen, denn Deutschland ist auch dramatisch überschuldet und kann dies alles nur durch neue Schulden finanzieren.<br />
Die allgemeinen Staatsschulden Deutschlands liegen bei zwei Billionen Euro. Wenn man dann noch den Schuldenzahlungen für die südlichen Ländern dazuaddiert inklusive deren Neuverschuldungen liegt man bei zusätzlich einer Billion. Dazu kommen noch die Bürgschaften für die sogenannten ‘Bad Banks’, Banken, die vom Staat von der Pleite gerettet wurden und die internationalen Garantien der im Rettungsschirm enthaltenen Länder, in Höhe von zusammen einer Billion Euro. Abschließend kommt dann noch die inoffizielle Staatsverschuldung für die kommenden dreißig Jahre in Form von Renten und Beamtenpensionen dazu, die bei zwei Billionen Euro liegt. Das sind zusammen acht Billionen Euro Schulden oder um es etwas plastischer darzustellen: achttausend Milliarden Euro. Das Geldvermögen der Deutschen liegt bei ungefähr fünf Billionen Euro, so dass Deutschland eigentlich schon jetzt mit drei Billionen Euro im Minus steht.<br />
Im Endeffekt wäre die Krise schon viel früher gekommen, nur wurde diese durch den Euro, der seit seiner Einführung eine jährliche Inflation von neun bis zwölf Prozent aufweist und somit gerade in Bereichen wie Einzelhandel und Gastronomie eine Geldentwertung von rund hundert Prozent gebracht hat, um zehn Jahre aufgeschoben. Am meisten darunter leiden die Rentner, wie z. B. meine Mutter, die mit ihren zweitausend D-Mark Rente ein angenehmes Leben gehabt hätte, heute aber mit eintausend Euro monatlich ganz schön rechnen muss. Zum Glück kann sie als Künstlerin weiterhin Geld dazuverdienen. Ein Privileg, das allerdings nur wenige Rentner haben.<br />
Die Inflation wird also weitergehen, wenn nicht sogar bis zum totalen Zusammenbruch der europäischen Einheitswährung führen und das sicherlich schon bald. Angeblich werden schon seit 2010 in mehreren europäischen Ländern alternative Neuwährungen gedruckt, um sich auf die ultimative Finanzkrise vorzubereiten, die in letzter Konsequenz nur zu einer Währungsreform führen kann. Natürlich auf Kosten der Bürger, da bei einem Währungszusammenbruch zwar die Staatsschulden entwertet werden, alle Schulden des Bürgers aber eins zu eins erhalten bleiben. Begleitend dazu werden auf jeden Fall neue Pflichtsteuern eingeführt werden, während die Versicherungsbeiträge weiterhin steigen werden. So zahle ich jetzt schon bei einem durchschnittlichen Nettoeinkommen von eintausendzweihundert Euro im Monat zweihundertdreißig Euro für meine staatliche Krankenversicherung. Also ein Fünftel meines Gesamteinkommens. Zu meinen Studentenzeiten waren das noch fünfzig Euro.<br />
Alle Versuche in Form von ständigem Wirtschaftswachstum durch Exportüberschüsse aus der Krise zu kommen widersprechen nicht nur jedem Naturgesetz, sondern sind einfach unrealistisch, da überschuldete Staaten sparen müssen und es nach voraussichtlich weltweiten Währungszusammenbrüchen überhaupt keine Märkte mit potentiellen Käufern mehr gibt. Die USA ist bankrott und mit fünfundfünfzig Billionen Dollar Staatsschulden eines meistverschuldetsten Länder der Welt. Auch Japan ist aufgrund seiner Erbeben und der damit einhergehenden nuklearen Katastrophe enorm verschuldet. Noch können weder die Folgen der Verwüstung, geschweige denn die Kosten des Wiederaufbaus in Zahlen gefasst werden. Nur dass das asiatische Land schon jetzt mit zweihundert Prozent seiner jährlichen Wirtschaftsleistung verschuldet ist. China wird es bald ähnlich ergehen, da sich seine Exportrelation zu seinem Haupthandelspartner USA in den letzten Jahren von 1:20 zu 1:1 ausgeglichen hat, d.h. für einen amerikanischen Container werden jetzt nicht mehr zwanzig, sondern nur noch ein chinesischer Container verschickt. Zudem wird China langsam bewusst, dass seine über Jahre gesparten Einlagen in Höhe von drei Billionen Dollar bald nicht mehr viel wert sein werden. Die chinesische Regierung investiert daher gerade den Großteil ihres Geldes in Immobilien und Goldminen in Afrika, um in Zukunft wenigstens einen gewissen Gegenwert für ihr gehortetes, inflationäres Papiergeld der Amerikaner zu haben.</p>
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		<title>All About The Benjamins &#8211; Part II!</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 08:47:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>timkuhnert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach wiederholten Anläufen gelang es den großen Bankiersfamilien 1913 in einer Nacht- und Nebelaktion, unmittelbar vor Weihnachten, als die meisten Abgeordneten des Repräsentantenhauses und Kongresses schon im Weihnachtsurlaub waren, einen Gesetzentwurf zur Gründung der Federal Reserve durchzubringen. In seiner Autobiographie beschrieb der damalige Präsident Woodrow Wilson die Unterschrift dieses Gesetzes als den größten Fehler seiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach wiederholten Anläufen gelang es den großen Bankiersfamilien 1913 in einer Nacht- und Nebelaktion, unmittelbar vor Weihnachten, als die meisten Abgeordneten des Repräsentantenhauses und Kongresses schon im Weihnachtsurlaub waren, einen Gesetzentwurf zur Gründung der Federal Reserve durchzubringen. In seiner Autobiographie beschrieb der damalige Präsident Woodrow Wilson die Unterschrift dieses Gesetzes als den größten Fehler seiner Amtszeit, weil er damit sinngemäß ’sein Volk an die großen Banken verkauft habe’. Für die Zahlung der künftig anfallenden Zinsen des von der Federal Reserve kreierten Geldes wurde durch eine weitere Gesetzesänderung die Einkommenssteuer für den amerikanischen Bürger eingeführt. Die Federal Reserve Bank war geschaffen. Ein Bankenkonsortium mehrerer reicher Familien wie den Rockefellers, den JP Morgans und den Rothschilds, die seitdem jährlich ihr Vermögen vergrößern, während Amerika immer mehr in Schulden versinkt. Einhergehend zu der Gründung dieser Gelddruckmaschinerie ohne jeglichen, wirtschaftlichen Gegenwert wurden die Spekulationen an der Börse immer ausufernder, welche dann schließlich zum Zusammenbruch der Wall Street im Jahr 1929 führten. Daraufhin wurden neue Regulierungen eingeführt, um in Zukunft einem solchen Crash entgegenzuwirken.<br />
Zum einen wurde der Handel mit Derivaten verboten, d.h. das Spekulieren mit Wetteinsätzen großer Banken untereinander, dass ein Unternehmen oder sogar ein ganzes Land in absehbarer Zukunft pleite gehen wird und zum anderen wurde die strikte Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken eingeführt. Damit wollte man verhindern, dass Risiken des Investmentbankings auf den privaten Geschäftskundenbereich übergreifen, welche nämlich immer zur Folge haben, dass der Staat gezwungen ist, im Fall einer Insolvenz der Bank die Bürgschaft dafür zu übernehmen. Wenn er sich nicht mit rebellierenden Menschenmassen auseinandersetzen möchte, wie man vor kurzem in Griechenland gesehen hat. Man hatte also aus seinen Fehlern gelernt und war bemüht, dem Banken gewisse Regeln vorzugeben. Leider hielt dieser Vorsatz nicht lange an, da diese Reglementierungen in den neunziger Jahren von Bill Clinton wieder aufgehoben wurden.<br />
Begleitend zu den neuen Gesetzen, um die Rezession der ersten großen Börsenblase zu kompensieren, sprach Roosevelt im Jahr 1933 ein Goldverbot aus, das besagte, dass kein Amerikaner mehr das Recht besaß, Gold im Privatbesitz zu haben und verfolgte dies mit Androhung von hohen Haftstrafen. Nach dem Abgabe- und Umtauschtermin wurde der Goldpreis für den Markt freigegeben. Darauf stieg der Goldpreis in nur wenigen Tagen von einundzwanzig Dollar für eine Feinunze auf fünfunddreißig Dollar und die amerikanische Regierung hatte für sich den Wert ihrer Goldreserven fast verdoppelt, während auf der anderen Seite ein entsprechender Vermögensverlust für die ehemaligen Goldbesitzer in der Bevölkerung entstanden war. 1944 wurde dann beim Bretton-Wood Abkommen der Gold-Dollar Standard als internationale Währung festgelegt. Ein wirklicher Gegenwert war geschaffen worden und das Geld, das im Umlauf war, hatte wieder einen Wert. Die zwei Weltkriege waren vorüber und es schien eine Zeit des Friedens und Wirtschaftswachstum zu kommen. Allerdings dauerte es nicht lange und die Amerikaner iniziierten den Vietnamkrieg, der nicht nur Millionen von Menschenleben forderte, sondern auch horrende Kosten mitsichbrachte. 1971 verordnete Richard Nixon daraufhin, dass kein Gold mehr herausgegeben wird, da die Amerikaner zu der Zeit über sechzig Milliarden Dollar Auslandsschulden hatten, die Goldreserven in Fort Knox allerdings nur noch einen Wert von zehn Milliarden Dollar. Zudem wurde mit den Ölstaaten vereinbart, dass nur der Dollar als Handelswährung zugelassen wird. Wieder ein weiterer Schritt, um den amerikanischen Dollar zu stärken und weiterhin als internationale Hauptwährung zu etablieren. Alles basierend auf dem System der Federal Reserve Bank, die seit ihrer Gründung jährlich Unsummen von Geld druckt für die es keinen Gegenwert gibt und die Welt mit wertlosen Dollars überflutet. Inzwischen ist in den USA in etwa die vierundvierzigfache Menge an Banknoten im Umlauf als ein eigentlicher Sachwert vorhanden ist und der Goldpreis für eine Feinunze ist auf eintausendsiebenhundertunddreißig Dollar gestiegen.<br />
Der Irakkrieg, der über acht Jahre monatlich eine Milliarde Dollar gekostet hat, war da der Neuverschuldung sicherlich auch nicht besonders zuträglich. Es ist daher kein Wunder, dass weiterhin viele Amerikaner ihre Arbeit verlieren und die Armenviertel und Trailerparks immer mehr werden. Der Mittelstand ist inzwischen fast völlig weggebrochen und die Diskrepanz zwischen arm und reich wird immer größer. So langsam wächst allerdings das Bewusstsein der Amerikaner, dass eine Änderung des Bankensystem schon längst überfällig ist, da es eigentlich unfassbar ist, dass die Hochfinanz, also in etwa dreihundert reiche Familien, fünfundachtzig Prozent des Weltvermögens kontrollieren und der Rest der Welt den Preis dafür zu zahlen hat. Die ‘Occupy Wall Street’ Bewegung ist ein gutes Zeichen für das langsame Erwachen der amerikanischen Bevölkerung. Auch der Präsidentschaftskandidat Ron Paul, der für die Abschaffung der amerikanischen Zentralbank plädiert, gibt Hoffnung. Die Frage bleibt nur, ob er eine mögliche Amtszeit überhaupt überleben würde.</p>
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		<title>All About The Benjamins &#8211; Part I!</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 16:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>timkuhnert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist nun schon ein paar tausend Jahre her, dass die Babylonier das Münzgeld erfanden. Ursprünglich eine gute Idee, ein genormtes, flexibles Zahlungsmittel zu haben und nicht mehr jeden Goldklumpen wiegen und lange verhandeln zu müssen, um etwas kaufen zu können. Als Vorläufer der Banknoten und beginnend mit dem internationalen Handel gaben dann schon im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nun schon ein paar tausend Jahre her, dass die Babylonier das Münzgeld erfanden. Ursprünglich eine gute Idee, ein genormtes, flexibles Zahlungsmittel zu haben und nicht mehr jeden Goldklumpen wiegen und lange verhandeln zu müssen, um etwas kaufen zu können. Als Vorläufer der Banknoten und beginnend mit dem internationalen Handel gaben dann schon im Mittelalter Goldschmieden Schuldscheine aus, auf denen immer die hinterlegte Menge an Gold oder in Unzen oder Gramm notiert war. Statt Gold oder Silber nach Handelsgeschäften mit hohem Diebstahlrisiko durchs Land zu transportieren trug man einfach diese Schuldscheine mit sich, die dann irgendwann auch direkt als Zahlungsmittel anerkannt waren. Es gab also immer einen gleichen Gegenwert. Bevor eine nationale Währung eingeführt wurde, hatte damals jedes Fürstentum seine eigene Währung, welche dann auch nur lokal galt. Die Adligen, die oft im Geldmangel waren, arbeiteten schon zu ihrer Zeit mit allen möglichen Tricks, um ihr Vermögen zu vergrößern. Wenn die von ihnen erhobenen Steuern nicht ausreichten, ließen sie oft ihr Gold einschmelzen und in einer minderen, gestreckten Legierung wieder ausgeben. Ein anderer Trick war es, die Ränder von schon gepressten Münzen abzufeilen und deren abgehobelten Reste wieder neu einzuschmelzen. Den Trick der Münzenstreckung gab es allerdings schon im alten Rom, in dem dadurch auch ständige Abwertung des Geldes betrieben wurde. Kaiser Augustus führte in seiner Amtszeit eine feste Relation der Metalle untereinander ein. Zudem wurde die Prägung von Gold und Silber ausschließlich zu kaiserlichem Recht erhoben, nur die Prägung der Kupfermünzen verblieb dem Senat. Er wollte mit dem Standard eine Währung zu schaffen, die auch außerhalb des römischen Imperiums als Zahlungsmittel anerkannt werden sollte. Sein Ziel wurde erreicht, do dass nach kurzer Zeit die römische Währung auch in Ländern wie Germanien, Skandinavien, Indien, China und Afrika im Umlauf waren. Nur durch den luxuriösen Lebensstil der römischen Kaiser und der Oberschicht, durch Kriege sowie durch die Aufrechterhaltung einer enormen Bürokratie sank die Reinheit der ausgegebenen Silber-Denare in den folgenden drei Jahrhunderten von hundert auf null Prozent. Parallel dazu gab es eine Inflation von fast vierhundert Prozent, die dann zu Zeiten Kaiser Aurelians zu einem Aufstand der Münzer führte, da dieser aufgrund des wirtschaftlichen Chaos eine Münzreform angekündigt hatte. Diese kontinuierliche und über Jahrhunderte andauernde Geldabwertung wird von vielen Historikern auch als ein Grund für den Zerfall des römischen Reiches gesehen.<br />
Ein ähnliches geschichtliches Beispiel gab es zu Zeiten der französischen Revolution, die u.a. auch als Folge einer hohen Inflation zustande kam. Nach der Erstürmung der Bastille zog die Nationalversammlung daraufhin sämtliche Adels- und Kirchgüter ein und dem gab den Gläubigern im Wert der beschlagnahmten Güter sogenannte Assignate, also staatliche Schuldverschreibungen, heraus, um das hohe Haushaltsdefizit auszugleichen. Diese Anleihen wurden damit zur neuen Währung. Es dauerte allerdings nicht lange und es wurden wieder mehr Assignate herausgegeben als Güter da waren, wodurch eine neue Inflation geschaffen wurde. Erst als Napoleon durch die Plünderung der eroberten Staaten einen neuen Wohlstand nach Frankreich brachte, normalisierten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse und der Privathandel kehrte zu Zahlungen in Metallgeld und zu geordneten Geldverhältnissen zurück. Die Inflation, die schon immer eine vom Staat gelenkte schleichende Enteignung der Bevölkerung darstellte, ist also keine Erfindung der Neuzeit, sondern in allen Epochen der Geschichte zu finden und ein Beleg dafür, dass die Versuchung, sich durch ein Währungssystem zu bereichern, schon immer sehr groß war.<br />
Als dann im vierzehnten Jahrhundert die ersten Banken in Italien eingeführt wurden, wurden die Tricks, mehr Geld im Umlauf zu haben als ein eigentlicher Gegenwert da war, noch cleverer. Das Prinzip war einfach: Wenn hundert Leute ihr Gold oder Silber zur Bank brachten, um es dort sicher aufzubewahren, war klar, dass diese hundert Kunden, nicht am gleichen Tag wieder ihr komplettes Vermögen abholen würden. Auf diese Art konnte die Bank in Form von zinsgebundenen Krediten mehr Schuldscheine ausstellen, als sie überhaupt an Gegenwerten besaß und so ihren Profit machen. Die Idee des Bankensystems war geboren, die seitdem in unserer Gesellschaft eisern verankert ist.<br />
Ende des siebzehnten Jahrhunderts wurde dann nach langem Bestreben vieler privater Bankdynastien wie der Welser, Fugger und Rothschilds die erste große Zentralbank gegründet: Die Bank of England, die als private Bank mit staatlichem Siegel und Zwang eine Einheitswährung für das gesamte Land herausgab und von nun an in der Lage war, ohne Gegenwert unbegrenzt Geld drucken zu können und an den Staat zu verleihen. Der König freute sich über den unbegrenzten Kredit für seine Kriege und seinen Hofstaat gab dafür gern sein staatliches Siegel her. Zur Bezahlung der Zinsen wurden daraufhin für seine Untertanen neue Steuern eingeführt. Es war die erste Privatbank mit staatlichem Siegel, die durch ihren Sonderstatus andere konkurrierende Münzprägeanstalten vom Markt drängte und dann schleichend das sich im Umlauf befinde Gold und Silber durch billige Münzlegierungen und Geldscheine ersetze. Es gab seitdem insbesondere in den USA verschiedene Versuche, das Monopol der Bank von England zu brechen und diese zu entmachten, während die hinter der Bank of England stehenden Familien versuchten, auch eine Zentralbank in den USA zu etablieren. Es gibt Vermutungen, dass Präsident Lincoln für sein Eintreten von Staatsgeld statt Zentralbankgeld ermordet wurde. Auch die Ermordung J.F. Kennedys wird als Grund dafür gesehen, dass er zu seiner Zeit die Federal Reserve Bank, also die amerikanische Zentralbank, abschaffen wollte. Die erste Amtshandlung seines Nachfolgers Lyndon B. Johnson im Flugzeug nach Dallas von Washington unmittelbar nach der Vereidigung war es, diese Gesetzesvorlage sofort wieder rückgängig zu machen.</p>
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