Going Vegan

Vegetarier bin ich seit nun mehr schon 20 Jahren und selbst davor habe ich eigentlich ab und zu nur Hähnchen oder Fisch gegessen. Das liegt sicherlich an den eher leichten, mediterranen Kochkünsten meiner Mutter, die bei uns zu Hause nie sehr fleischbasiert gekocht hat. Nach meinem Auszug wurde mir schnell klar, dass es einen großen Unterschied macht, ob man sich sein Fleisch selbst zubereitet oder serviert bekommt. An zwei traumatische Ereignisse kann ich mich da noch sehr gut erinnern. Zum einen an den Gestank in der Kochnische in meiner ersten Wohnung damals, als ich mir zum ersten Mal Gehacktes in der Pfanne zubereitet habe und zum anderen, an das nervige Durchtrennen der ganzen Sehnen und Muskelfasern, als ich meine erste Hühnerbrust zerkleinert habe.
Von da an habe ich Fleisch eigentlich immer nur in Restaurants oder Imbissen gegessen, aber auch nie fanatisch. Meistens in Form eines Cesar Salads oder Ente mit Reis beim Asiaten. Auch Aufschnitte wie Schinken oder Salami waren nie so mein Ding. Daher fiel der finale Schritt zur fleischlosen Ernährung auch nicht so schwer.
Vor ein paar Jahren habe ich einen guten Freund in Barcelona besucht, um mit ihm an der Übersetzung meines Buchs zu arbeiten. Er wohnte damals bei einer Freundin, die vegane Kochbücher schreibt. Dort wurde ich dann zum ersten Mal mit der Vielfalt der veganen Küche konfrontiert. Denn jedesmal, wenn ich bei ihnen war, bereitete sie ein super leckeres Essen zu. Meine letzten Zweifel waren, ob auch Müsli ohne tierische Milch, also nur pflanzlich basiert, genauso gut schmecken würde, da es bis dahin immer ein sehr wichtiger Bestandteil meiner Ernährung war. In Berlin wieder angekommen probierte ich gleich mehrere alternative, vegane Varianten der Milch aus und war prompt überrascht, dass Müsli mit Soja-Reis Milch oder auch Hafermilch sogar besser schmeckt als die herkömmliche Kuhmilch, da sie vom Körper leichter zu verdauen ist. Und so war das Fundament für meine zukünftig mehr vegane Ernährung gelegt.
Mir wurde dann in kommenden Wochen bewusst, dass viele meiner favorisierten Mahlzeiten schon vegan waren und daher die Umstellung auch gar nicht so extrem war, wie ich anfangs vermutet hatte. Sei es Pasta mit Gemüse, eine Gemüsepfanne mit Reis oder auch Kartoffelpuffer mit Apfelmus. Die einzigen zwei Dinge, auf die ich längerfristig nicht verzichten kann und die auch der Grund waren, warum ich nach knapp zwei Jahren wieder zurückgekehrt bin zur vegetarischen Ernährung, sind Käse und Eis.
Es gibt zwar mittlerweile auch veganes Eis, aber das schmeckt nur gut, wenn es auf Sorbet-Basis gemacht ist und quasi nur aus Wasser und Schokolade besteht. Das vegane Supermarkteis, egal in welcher Preisklasse, basiert aber meistens auf Mandelmilch, das dann nicht so wirklich lecker ist.
So verzichte ich zwar weiterhin auf tierische Milchprodukte wie Milch, Butter und Joghurt, gönne mir aber dafür ab und zu Käse und ein Schokoladeneis. Aber ich denke, hier ist es auch nur eine Frage der Zeit bis man dafür einen adäquate Ersatz gefunden hat. Ähnlich wie für die fleischbasierten Produkte.
Ergänzend zu meiner vegetarischen Ernährung habe ich vor drei Jahren meinen ersten Bioscan gemacht, um zu erfahren, bei welchen Vitaminen und Mineralstoffen mein Körper tendenziell einen Mangel aufweist. Zusätzlich zu meinem B12 und Omega-3 nehme ich jetzt noch regelmäßig Magnesium und Zink zu mir. Das sind neben Vitamin-C und Vitamin-D die wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel, um das Immunsystem zu stärken. Wobei ich persönlich Vitamin-C sehr gut über meine Obst basierende Ernährung abdecken kann und Vitamin-D über meine ganzjährigen Fahrradaktivitäten.
Ansonsten kann ich noch empfehlen, sich einen hochwertigen Wasserfilter zuzulegen, der komplett alle Schadstoffe aus dem Leitungswasser filtert, da die vom Staat obligatorischen Filterverfahren des Trinkwassers sich noch im Vergleich zu vor hundert Jahren extrem verschlechtert haben. Um die Entgiftung des Körpers zu fördern, ist es zudem ratsam, ab und zu einen gehäuften Teelöffel Heilerde zu sich zu nehmen sowie auch im gleichen Maß Glycin, das hilft die Glyphosate im Darm zu neutralisieren, weil diese wiederum das Bilden von Glückshormonen blockieren. Passend dazu kann man sich noch für flouridfreie Zahnpasta entscheiden, die dafür sorgt, dass die Epiphyse weniger verkalkt und somit die Intuition als auch das gesamte spirituelle Bewusstsein gefördert wird.